19. Mai 2009...23:05

Reise ins Wunderland

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Zeit für die Students.ch-Kolumne.

Heute ohne Anfang, dafür schlussendlich:

WunderlandPlanlos ziellos irrten wir durch die Stadt, ein bisschen verloren, je länger, desto orientierungsloser. Um uns herum nur grosse, dunkle Wohnhäuser. Keine Bars, keine Musik, kein Leben. Irgendwann, kurz bevor wir uns endgültig verschollen wähnten, kreuzte eine Gruppe junger Menschen unsere verlorenen Kreise. Wir beschlossen, unauffällig und mit gebührendem Abstand zu folgen. Weiter ging’s kreuz und quer durch die Berliner Nacht, die immerhin bald wieder lebendiger wirkte als die letzten vierzig Minuten davor. Schlussendlich standen wir vor einem grossen Tor, das nur halb angelehnt war und eigentümlich einladend wirkte, weshalb wir uns von unseren Führern verabschiedeten. Der Eingang führte auf einen Innenhof, der mit farbigenLichterketten spärlich beleuchtet war. Es duftete nach frischgebratenen Buletten, ein untrügliches Zeichen für gute Feiern und die Schlange vor dem Eingang war beträchtlich, das Eintrittsgeld seine Bezeichnung nicht wert. Der Klub einmal mehr schmuddelig grau wie Berlin im Regen, das anschliessende Konzert farbig und pulsierend wie die Stadt an einem Sommersonntag. Les Haferflocken Swingers. Ein Geheimtipp für Stadtreisende und andere auf der Suche nach ertanzten Schweissreigen, Nachtreisen ohne Ziel und guter Hauptstadtmusik.


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